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Verzicht auf Nachwuchs, Breitensport ist Trumpf

Wer viel arbeitet, braucht einen Ausgleich - einen sportlichen wenn möglich. Das dachten sich vor 43 Jahren rund 20 Mitarbeiter des heute nicht mehr existierenden Haushaltswaren-Geschäftes "Grüner Löwe" in der Innenstadt.

Sie gründeten kurzerhand einen neuen Verein, genauer den Badminton-Club Schwarz-Gold Braunschweig. "Durch sportliche Bewegung wollten sich die Mitarbeiter, die zumeist den ganzen Tag standen, fit halten", blickt Horst Lieder, seit 29 Jahren SG-Vorsitzender, zurück. Badminton war ein Jahr vor, der SG-Gründung 1956 überhaupt erst in der Löwenstadt als neue Sportart etabliert worden. Der Federsport war plötzlich in: Innerhalb von zwei Jahren entstanden drei Badminton Clubs in Braunschweig: Neben Schwarz-Gold auch noch "Comet" und "BC 1957".

In den 70er Jahren gab es einen steilen Aufstieg. Schwarz-Gold schmetterte in der Landesliga, der damals zweithöchsten Liga überhaupt. Die Jugendarbeit florierte, und vor Braunschweiger Schulen wurden gar Flugblätter zur Nachwuchsgewinnung verteilt." Aber das ist schon lange, lange her", resümiert Lieder, der heute noch in, der dritten SG-Mannschaft in der zweiten Kreisklasse den Schläger schwingt. Mittlerweile hat sich der Verein ganz auf den Breitensport spezialisiert. Der Grund dafür ist einfach: "Immer dann, wenn wir spielstarken Nachwuchs aufgebaut hatten, lockten andere Badmintonclubs die Spieler weg - jahrelange, oft intensive Nachwuchsarbeit war umsonst für den Verein", urteilt der 63-jährige Frührentner mit einem enttäuschten Unterton. Die Konsequenz: Die gezielten Aktivitäten im Jugendbereich wurden vor 15 Jahren eingestellt. Aus, Schluß, vorbei. Die Mitgliederzahl von derzeit 86 blieb trotzdem konstant. "Viele Neuzugänge wollen Badminton aus Spaß an der Freude und nicht allzu sehr leistungsorientiert spielen. Da sind sie bei uns genau richtig", betont Horst Lieder.

Einer der größten Vorteile bei SG: Der Verein habe mit zehn Mark die "wohl niedrigsten" Beiträge in ganz Braunschweig. "Seit 1990 mussten wir nicht erhöhen", sagt der Vorsitzende nicht ohne Stolz - kann er doch auch darauf verweisen, dass das Vereinskonto derart gut gefüllt ist, dass sogar Kegelveranstaltungen, Wanderungen durch Harz oder Heide ganz oder Federbälle um die Hälfte verbilligt angeboten werden. "Finanziell stehen wir glänzend dar."

(Quelle: BZ vom 28.06.2000, Carsten Krebs)

letzte Aktualisierung: 27.03.2012 © by Dennis Jülke